Sat 29.01.11–Thu 03.02.11
Tim Dinter
Stadtansichten (Illustration)

Tim Dinter gründete 1999 zusammen mit Studienkollegen die Zeichnergruppe MONOGATARI, in deren Kollektivarbeiten er in der folgenden Zeit eigene Beiträge veröffentlichte. Tim Dinters Zeichnungen leben von einer typischen Berliner Atmosphäre, die das Berlin von heute zeigen, wie es ist: zwischen Aufbruchstimmung, Todsanierung und globaler Gleichmachung, mit seinem maroden Charme, der Zerrissenheit und abweisenden Brandmauerflächen.

Tim Dinter gehört zu den wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen Grafik, deren Arbeiten durch die Vermischung von aktuellen visuellen Codes mit alten grafischen Techniken, etwa dem Siebdruck, geprägt sind. Beeinflusst ist Dinter vor allem durch die französische „ligne claire“ (klare Linie), die Hergé, der Autor der berühmten Comicbände Tim & Struppi, entwickelt hat. Dieser Stil ist funktional, präzise, verzichtet auf Schraffuren, Schattierungen. Auch in Tim Dinters Stadtansichten wird alles durch einen klaren Strich wiedergegeben, der von monochromen Flächen koloriert wird.
Ein wichtiges Thema für ihn sind die Grenzen und Übergänge zwischen alt und neu, Beschreibund einer speziellen Berliner Mischung aus Schicki-Micki- und Trashkultur, das Leben zwischen Einsamkeit, dem Privaten und dem Ausgeliefertsein, sowie dem Verhältnis zwischen persönlichem Raum und der Welt der Werbeöffentlichkeit.

Weitere Informationen:
www.timdinter.de