Sat 22.10.11–Thu 27.10.11
Jesse Lenz / Amarins de Jong / Uwe Andrés
Three of a kind (Collage / Mixed Media)

Drei Künstler erschaffen in ihren Bildern eigene Realitäten und Assoziationen. Das Reale und Offensichtliche wird in ihren Collagen zu fantasievollen, teils absurden Parallelwelten. Portraits wechseln beim Betrachten das Geschlecht, alltägliche Eindrücke verschmelzen zu Neuem, Unbekanntem.

Die drei Künstler aus den USA, den Niederlanden und Berlin verwenden unterschiedliche Techniken um ihre Collagen zu kreieren – von analog bis komplett digital. So verschieden die Künstler sind, so ähnlich ist die Wirkung ihrer Bilder.


JESSE LENZ: OCULAR VERBUM

Im Alter von 23 Jahren hat Jesse Lenz bereits einen Bekanntheitsgrad erreicht, von dem viele andere Illustratoren träumen. Seine Illustrationen werden regelmäßig in Ausgaben der NEW YORK TIMES, WIRED MAGAZINE, NEW YORK MAGAZINE, SPIN, THE VILLAGE VOICE und vielen anderen veröffentlicht. „Kunst ist eine Krankheit / eine Sucht die kein Medikament heilen kann.“ sagt Lenz, „Je länger du dich damit beschäftigst, desto mehr brauchst Du sie und experimentierst mit verschiedenen Räumen und Zuschauern.“ Jesse nutzt seine Passion / Sucht unerbittlich - seit über einem Jahr erschafft er täglich mindestens ein Kunstwerk. Für diese fortlaufende Bilderserie mit Namen OCULAR VERBUM (lat. für Auge und Wort) illustriert Lenz täglich das Wort des Tages auf Dictionary.com. Jedes Werk entstand in höchstens einem Tag.


AMARINS DE JONG: FACES

FACES besteht aus zwei Serien: „Powers & Thrones“ (4 Portraits wobei das Aussehen eine wichtige Rolle spielt) und „Brain waves“ (wobei das Innere, wie Gedanken und Ängste, gezeigt wird).

Amarins de Jong: „In meinen Arbeiten kombiniere ich verschiedene Techniken wie zeichnen, malen und Collage. Der Schwerpunkt liegt aber fast immer auf Collage, da es mir die Möglichkeit gibt etwas zu kreieren, das nicht genau vorhersehbar ist. Auf diese Weise versuche ich aus alten Bildern neue zu machen, die spannend und verfremdend wirken. Das bedeutet, dass der ganze Arbeitsprozess eine Suche nach neuen Teilen ist, die entweder eine Ergänzung sind, oder die das Bild zerstören und so eine andere Richtung diktieren.“


UWE ANDRÉS:

Aufgewachsen in Bremen, besuchte er die Köln International School of Design und schloss sein Studium mit dem Diplom im Fach Design-Theorie 2001 ab. Ausgangspunkt seiner visuellen Arbeiten ist das Spannungsfeld zwischen Vergänglichem und dessen ikonenhafter Überhöhung zu romantischem Kitsch. Andrés lebt und arbeitet in Berlin.