Sat 16.06.12–Thu 28.06.12
Ink-a-zoid & Nadja Schüller-Ost
Martyrien (Illustration)

Die Leidensfähigkeit des Menschen, das Martyrium, das schwere Leid, welches erduldet werden muss - ein Dauerbrennen im menschlichen Bewusstsein und ein immer wiederkehrendes künstlerisches Thema. Sie dringen ins Unterbewusste, die individuellen Schreckensbilder der eigenen und der kollektiven Geschichte. Mit einer schauerlichen Faszination kann sich der Betrachter einer Welt voller Inszenierungen von Schuld und Sühne, Folter und Blut, Wunden und Märtyrertum kaum entziehen. Es ist auch stets das eigene Erleben das ihn anzieht ...

Neben der Umsetzung des Ausstellungsthemas zeigen die beiden Künstler weitere Werke ihres Schaffens.


INK-A-ZOID

Die Darstellung der dunklen Seite des Lebens, die im weiteren Sinne mit dem Tod verknüpft ist, bildet den Kernpunkt der Arbeiten von Ink-a-zoid. In einer ruhigen, ästhetischen Präzision und einer sauberen Linienfürung, klar voneinander getrennten Farben, detailliert in der grafisch-flächigen Umsetzung, sollen die Bilder ihre Gräuel verlieren. Geprägt von Subkulturen und der Urbanität Berlins erschafft der Grafikkünstler eine Welt der Düsternis und der Morbidität; er erschafft die Ästhetik des Negativen. Für die Ausstellung “Martyrien” fokusiert sich Ink-a-zoid auf Protagonisten zeitgenössischer Popkultur und setzt diese einer Szenerie des Schreckens aus, ihres Schreckens.


NADJA SCHÜLLER-OST

Ein künstlerischer Auseinandersetzungsprozess mit dem Martyrium, also dem Leidensweg, spiegelt sich in vielen Arbeiten der Künstlerin Nadja Schüller-Ost. Immer wieder lässt sie durch ihre Blickregie den Betrachter zum Zuschauer, zum Mitwisser werden. Tragik und Komik, ineinander verflochten, heben den Vorhang zum absurden Schauspiel des Lebens, in all seiner Vergeblichkeit. Stilmittel und Ausdrucksform fokussieren und tragen das jeweilige Thema, treiben es in die Tiefe, werden benutzt um zu zielen und zu treffen.

Weitere Informationen:
www.ink-a-zoid.com
www.n-s-o.net